Mahalaxmi Sweets


Sie fallen dir auf, weil sie so leicht sind,
als würden sie sofort wieder weggeweht werden,
flüchtig dem Hauch gehörend,
wie sie da bedienen im Mahalaxmi-Roof-Restaurant,
die schönen Zwillingsschwestern.
Tänzelnd hüpfen sie wie Ballerinas,
die keinen Boden unter den Füßen haben.
Ein schwebender Singsang zwischen Lippen und Luft
legt sich wie eine Aura um sie herum.
Treppauf treppab seilen sie sich
wie kleine Spinnchen hinweg,
diese Nymphchen,
Zwischenwesen aus Mädchen und Frau,
deren dunkle Augen dir wie Kakao
in deinen eigenen Augen vergehen.
Sie fallen dir auf, weil sie so leicht sind,
und weil du sämtliche Wörter,
die dir für diesen Zustand einfallen,
bei ihnen schon aufgebraucht hast.




„Mahalaxmi Sweets“,
2007


Mahalaxmi Sweets