Im Monat der Weltumsegler


Im Monat der Weltumsegler
stützten wir uns auf die Zeilen zwischen Zeilen
in ungeschriebenen Büchern.
Der Tod der Silberfischchen war
wie unser eigener Tod,
und es gab Zeiten, wo die Bilder, die kleinen Spiele,
an der Wirklichkeit fraßen wie Säure.
Wir setzten Sonnenbrillen auf des Nachts,
wir ließen uns forttragen durch die Vorhänge des Himmels,
dem Meer der Kindheit rissen wir Steine weg,
die Steine wurden für unsere Orchideenpaläste.
Zwischen Unrat und Morast fanden wir Diamanten.
Mit einem schmutzigen Lachen begannen wir den Tag,
ohne uns vorher rasiert zu haben.
Im Monat der Weltumsegler beriefen wir uns
auf die Unvernunft,
dieses wechselhafte Wesen aus Licht und Gegenlicht,
auf die Frau mit dem schillernden Fächer
aus Versteck und Vergessen.





„Das Gehen mit leichtem Gepäck“,
2008



Gehen leicht Gepäck