Die schon immer verlorenen Katzen können wir niemals besitzen.

Sie haben nie zu jemandem gehört, weil sie wild sind, weil sie Katzen sind und weil sie ihr Zuhause auf den Dächern in der Halbmondgasse haben, oder weil sie gar kein Zuhause brauchen. Sie schmiegen sich ein bisschen an, schnurren uns die Ohren weich und wickeln uns ums Fell. Dann verschwinden sie wie die Geliebten einer Nacht, und wir finden nur noch eine dünne, blutige Spur auf unsrer Haut, mit der wir ihrem Liebreiz gestern wieder einmal erlegen sind.


Vorwort


„Die schon immer verlorenen Katzen,
CD mit Photographien und Texten,
2017